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Verdammt, er liebt mich

Roman

Droemer, 1992

dotbooks.de, 2013

 

„Können Sie sich vorstellen", fragt die (fast) siebzehnjährige Emma, "dass sich die Seele einer Jugendlichen normal entwickelt, wenn Mutter und Tochter in denselben Mann verliebt sind?" Emma kann es sich nicht vorstellen. Und so vertraut sie ihre Ängste und Sehnsüchte ein paar Tonbandkassetten an und beschließt, im Kampf um Adrian Morrison, ihren Geschichtslehrer, den raffiniertesten Feldzug zu starten seit Alexander dem Großen. Und Paula, ihre Mutter? Sie ist eine Kollegin Adrians, verheiratet mit dem eher introvertierten Gabriel und ehemüde. Auch sie verliebt sich Hals über Kopf, ohne Netz, ohne Sicherheitsgurt... Eine Fahrt nach Paris, an der Adrian, Emma und Paula teilnehmen, treibt die Ereignisse ihrem Höhepunkt zu. Das wird mein Abenteuer, denkt Emma triumphierend. Das wird mein Erlebnis, träumt Paula sehnsüchtig. Doch beide täuschen sich, und zwar gewaltig...

Wie Emma über Nacht erwachsen wird, wie Paula neue Wege beschreitet und der seine Unabhängigkeit schätzende Adrian beinahe doch noch seine Prinzipien über Bord wirft, erzählt dieser freche Roman voller Überraschungen - Überraschungen vor allem für die Figuren selbst.

 

Kritiken

 

Liebesgeschichten sind ja immer was Schönes, nur, wenn Mutter und Tochter sich in den gleichen Mann verguckt haben, kann's ungemütlich werden. Die 17jährige Emma jedenfalls ist mehr als angetan von ihrem neuen Geschichtslehrer Adrian Morrison. Beharrlich versucht sie, den Mann ihrer Träume für sich zu gewinnen. Ihre Mutter Paula, ebenfalls Lehrerin und sagen wir - etwas ehemüde - interessiert sich auch für den neuen Kollegen. Auf einer gemeinsamen Klassenfahrt geht's dann rund.
Hier sei noch der Hinweis erlaubt: Am Sonntag, den 17. März strahlt das ZDF die gleichnamige Verfilmung dieses Romans um 20.15 aus. Also - vorher noch schnell lesen!

Radio 7,1, Bücherkiste, 02.03.1996

 

 

Lesermeinungen

 

Ich will nicht zu viel verraten, das Buch ist einfach genial, mit dem Drang es zu verschlingen. Es ist so wunderschön geschrieben, aus dem Leben, man will einfach nur wissen wie es weitergeht. Eines der schönsten Bücher, welches eine Situation des Alltags beschreibt, die der Realität entspricht.

***

Ich war überrascht von diesem Buch. Tiefgründig, sensibel, witzig (aber nicht um jeden Preis). Wie es Annemarie Schoenle gelingt, Emma und ihrer Mutter sprachlich gerecht zu werden, ist verblüffend. Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt und trotzdem leichte Unterhaltung ist. Werde mir noch mehr Bücher von Annemarie Schoenle suchen.

***

Zugegeben, am Anfang dachte ich, zu diesem Buch werde ich keinen Bezug finden. So viele Namen und ich musste die im Kopf erst einmal sortieren. Wer gehört nun zu wem und in welcher Beziehung? Dabei geht es letztendlich doch nur um ein paar wenige Personen... In der Hauptrolle steht der Geschichtslehrer Adrian Morrison. Dann sind da noch die 17jährige Emma, ihre Mutter Paula und ihr Vater Gabriel. Nebenrolle ist die kleine Schwester, die Balletttänzerin werden will und wohl als eine der wenigen nicht in Adrian verliebt ist...

Kaum denkt man, die Geschichte und somit Adrian verstanden zu haben, da wendet sich das Blatt wieder...

Fazit: Die Männer kann man nicht verstehen...

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