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Du gehörst mir

Roman

Droemer, 2004

 

Als Melanie und Wolf sich kurzfristig zur Hochzeit entschließen, scheinen beide am Ziel ihrer Wünsche angelangt zu sein: Für ihn ist die gut aussehende und erfolgreiche Journalistin die Frau, die er schon lange suchte. Sie ist von der körperlichen Anziehung und der anbetungsvollen Liebe des ehrgeizigen Anwalts überwältigt. Bald jedoch muss Melanie erkennen, dass sich hinter der Anbetung totale Besitzansprüche und reaktionäre Überzeugungen verbergen, und ein beängstigendes Psychodrama nimmt seinen Lauf... Zunächst unauffällig beginnt Wolf, seiner Frau nachzuspüren, schreckt nicht davor zurück, sie sogar mittels der gespeicherten Daten in ihrem Handy und im Navigationssystem ihres Autos auszuspionieren, ja lässt sie schließlich von einem befreundeten Detektiv überwachen. Er versucht, Melanies enge Bindung an den Vater und ihre beste Freundin zu hintertreiben, und in jedem Redaktions- oder Interviewpartner wittert er einen Liebhaber. Langsam erkennt Melanie, in welche Falle sie sich begeben hat, und der Ehekrieg wird zu einem Kampf auf Leben und Tod.

 

 

Meine Motivation zu diesem Roman

 

Ich schrieb vor Jahren eine Kurzgeschichte, die den Titel „Die gläserne Frau" trug und in meinem Kurzgeschichtenband „Rache und was sonst noch zählt" veröffentlicht wurde. Es ging um krankhafte Eifersucht, ein Thema, das mich seit jeher interessierte. Als ich mich dann auch noch mit Stalking befasste, reifte in mir der Gedanke, ausführlichere Recherchen zu betreiben und einen Roman zu schreiben.

Der Roman erhielt gute Kritiken und wurde als sehr spannend empfunden, so dass schon nach kurzer Zeit feststand, dass er – wie alle meine anderen Romane - verfilmt werden würde. Und ich war ausgesprochen glücklich, dass Katharina Lorenz und Tobias Moretti meine Protagonisten Melanie und Wolf so hervorragend verkörperten.

 

Kritiken

 

Verblendung, Trug und Wahn

Vom Psychodrama eines gestörten Mannes erzählt die Münchner Autorin Annemarie Schoenle in einem temporeichen und nuancierten Thriller.

 

zum Artikel in SPIEGEL special, 04/2004 (Das Magazin zum Thema Bücher 2004)

 

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Buch der Woche 20.09. - 26.09.2004

Die Autorin Annemarie Schoenle beweist (und das nicht zum ersten Mal) ihr Können, dem Leser bewusst zu machen, welche zerstörerische Kraft und Eigendynamik bestimmte Obsessionen entwickeln. ...
Packend, fesselnd und ausgesprochen geeignet für eine Verfilmung – dieser Schoenle hat es fürwahr in sich!

 

zur vollständigen Rezension im Krimi-Forum, 20.09.2004

 

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Die Münchner Erfolgsautorin und Grimme-Preisträgerin Annemarie Schoenle („Eine ungehorsame Frau") entwickelt in ihrem neuesten Roman „Du gehörst mir" (Droemer Verlag) ein Drama um obsessive Liebe.

 

zum vollständigen Artikel aus der Abendzeitung München, 15.09.2004

 

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Lesenswert
Sie haben sich gesucht und gefunden. Wenige Wochen, nachdem sich Wolf und Melanie kennen gelernt haben, wird geheiratet. Und das Unheil beginnt, denn Wolf entpuppt sich als krankhaft eifersüchtig. Ein Monster. Oder ein Leidender? TV-Autorin Annemarie Schoenle schildert in ihrem neuen Roman „Du gehörst mir" ein Psychodrama, das seltsame Wege geht und zu einem wirklich unvorhersehbaren Ende führt.

Berliner Zeitung, 07.09.2004

 

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„Annemarie Schoenle baut in ihrem Roman sehr geschickt ein Spannungsfeld auf, dem sich der Leser nicht entziehen kann. Aus der angespannten Atmosphäre zu Beginn des Buches entwickelt sich ein rasantes Beziehungsdrama, dessen Plot sehr intelligent gewählt ist."

 

Süddeutsche Zeitung (Landkreis Ebersberg), 21./22.08.2004

 

Anmerkung: Leider verlangt die SZ für den Link bzw. den Abdruck des vollständigen Artikels auch noch nach über 10 Jahren sehr hohe Gebühren. Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir auf die Wiedergabe verzichten.

 

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„Mit diesem Beziehungs-Thema, das wieder voll aus dem Leben gegriffen ist, ist der Münchner Bestseller-Autorin und Grimme-Preisträgerin Annemarie Schoenle („Eine ungehorsame Frau") wieder einer ihrer spannenden psychologischen Romane gelungen. Sprachlich präzise und einfühlsam schildert sie, wie eine große Liebe an Misstrauen und Angst zu Grunde geht. Aber anders als in ihren bisherigen Büchern legt Annemarie Schoenle diesmal besonderen Wert auf Spannung, so dass man sich beinahe an Joy Fieldings Psycho-Krimis erinnert fühlt..."

[Ruth Eder, womanweb.de]

 

zum vollständigen Artikel in womanweb.de, 09/2004

 

 

Lesermeinungen

 

Ein ausgesprochen unangenehmes Thema, das in diesem Buch behandelt wird. Eifersucht in ihrer schlimmsten Form. Im ersten Teil hatte ich das Gefühl ich muss die Hauptdarstellerin Melanie so lange rütteln, bis sie aufwacht und die Finger von diesem Typen lässt. Im zweiten Teil hatte ich nur noch Wut auf Wolf und vor allem auch auf seine Mutter. Der dritte Teil hat mich dann aber sehr befriedigt und vor allem das Ende hat mich dann sehr versöhnt. Gut geschrieben .... empfehlenswert!

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Die Geschichte ist sehr einfach und auch nicht sehr neu, aber das Buch ist einfach wahnsinnig toll geschrieben...die Seiten lesen sich einfach so weg, man mag das Buch nicht aus der Hand legen. Ich finde es faszinierend, wie detailliert die Eifersucht des Mannes und seine Gedanken dargestellt werden. Sehr empfehlenswert!

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Kluge Melanie... das dachte ich, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte! Wie schon einige andere Rezensenten fand auch ich, dass der Roman anfangs eher wie ein etwas schwülstiger Liebesroman beginnt und Melanie erscheint einem sehr naiv. Man ahnt allerdings trotz allem, dass es so nicht weitergeht und das trifft dann auf den zweiten Teil auch zu. Was mir hier besonders gut gefallen hat sind die ständigen Perspektivwechsel zwischen Melanie und Wolf. Manche Begebenheiten werden sogar aus beider Sicht geschildert, man liest es trotzdem gerne noch mal. Der dritte Teil liest sich am schnellsten, trotz dass man ahnt, was Melanie vorhat... man will einfach wissen, ob und wie sie es schafft. Es war mein erster Roman dieser Autorin, wird aber garantiert nicht der Letzte gewesen sein!!!

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"Du gehörst mir" ist ein wahnsinnig dichtes und spannendes Buch, das ich innerhalb von zwei Tagen ausgelesen hatte, so sehr hat es mich gefesselt. Realistisch und tiefsinning beschreibt Annemarie Schoenle die Sichtweise der Charaktere sowohl der Journalistin Melanie, die blind vor Liebe in die Fänge von Wolf gerät, der in seinem Wahn alles zerstört, ohne es zu merken.

Das Buch ist wirklich heftig und erschreckend und leider ist es auch wahr. Ich selber hatte vor Jahren einen Freund, der ebenso wie der Protagonist Wolf eifersüchtig auf alles war, was mir Spaß machte. Ob es mein Job, meine Hobbies, meine Freunde oder auch nur ein Besuch bei meiner Familie war, an allem hatte er etwas auszusetzen. Annemarie Schoenle beschreibt den kranken Geist von Wolf so gut und realistisch, dass ich sehr oft zustimmend nicken musste, weil ich es genauso erlebt habe.

Ich persönlich denke, dass das Thema krankhafte Eifersucht nach wie vor noch aktuell ist. Jeder, der Ähnliches erlebt hat, weiß, wie schwer es ist, sich aus dieser Gefangenschaft zu befreien, wenn man nicht wie Melanie im Buch einen raffinierten Plan hat. Der Täter isoliert das Opfer so sehr, untergräbt Freundschaften, intrigiert in der Familie. Der Täter schafft es sogar, dass die Opfer ihren Hobbies nicht mehr nachgehen bzw. das wöchentliche Treffen mit Kollegen ausfallen lässt.

Wie gesagt: Ich selber habe es leider am eigenen Leibe erfahren müssen, habe aber die Kraft gehabt, mich zu befreien, als ich bemerkte, dass ich bald alles verliere, was mir je etwas in meinem Leben bedeutet hat. Oft dachte ich, „wie konnte dir das nur passieren", aber leider macht Liebe oft blind und vor allen Dingen unsensibel für die kleinen Warnungen aus dem Umfeld.

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